Tina entdeckt Berlin...




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Weshalb Muttis sagen, dass man immer ordentliche Unterwäsche tragen soll...

...denn man weiß ja nie was passiert. Das Wetter in Berlin ist rau geworden. Als ich am morgen das Haus verlasse ist es klirrend kalt. Auch wenn mein Kollege meinte, ich bräuchte nicht so früh zu kommen, möchte ich keinen schlechten Eindruck machen. Also mache ich mich wie gewohnt in der Früh auf den Weg. Als ich die Langenscheidtbrücke überqueren will, merke ich, dass es sogar etwas glatt ist. Ich tipple also vorsichtig über die Brücke, an deren Fusse ich bemerke, dass ich mich jetzt doch etwas sputen sollte, wenn ich die S-Bahn noch bekommen wollte. Und kaum ist der Gedanke gedacht, legt's mich auch schon hin. An der Kreuzung stehen Leute und schauen, ob alles in Ordnung ist. Die Autofahrer an der Ampel gucken. Ich fluche vor mich hin und rappel mich auf: kein Blut, Hose noch ganz. Also weiter. Doch so einfach geht das nicht. Und erst gar nicht schnell. Ich verfluche die Lederschuhe. Das Kopfsteinpflaster. Das Wetter. Ich laufe wie auf Eiern - und das hinkend. Zugegeben, es muss schon witzig ausgesehen haben. Aber ich bin wütend. Natürlich verpasse ich die S-Bahn. Da hilft mir auch der nette Zeitungsverkäufer nicht weiter. Der freut sich, dass ich nicht nur schnell eine Zeitung kaufe, sondern heute mal 10min Zeit hab, muss schließlich auf die nächste Bahn warten.

Mir frieren fast die Füße ab. Trotzdem bahne ich mir meinen Weg zur Arbeit. Bei der Kaffeepause lasse ich dann mal kurz einfließen, was passiert ist, aber keinen interessiert's. Um 15Uhr mach ich Feierabend. Ich wurde überredet in die Charité zu gehen und alles checken zu lassen. Somit wäre dieser Punkt auf der Sightseeingliste auch abgehakt. Dort warte ich 3 Stunden. Mir knurrt der Magen. Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen. Aber bei dem Anblick der Menschen um mich herum, will ich mir auch nichts am Automaten ziehen. Mir gegenüber sitzt einer, der Kopf, Hemd und Anzug voller Blut hat. Gruselig. Der ist irgendwie ein bisschen durchgedreht. Ich versuch nicht hinzugucken.

Um 18:20 bin ich fertig. Nach einer dilettantischen Untersuchung, und einem noch unmöglicherem Röntgen werde ich wieder in den Behandlungsraum gerufen. Die Erkenntis: Mein Knie ist nicht gebrochen (Ach was!). Meine Kreuzbandplastik ist super verheilt (ist ja auch erst 8Jahre alt!). Ich weiß warum ich Krankenhäuser hasse. Und dass ich mir das hätte sparen können. Zu allem Überfluss muss ich jetzt morgen auch noch zum Durchgangsarzt. Als ob ich nichts besseres zu tun hätte. Außerdem werde ich krank geschrieben. Soll möglichst nicht laufen, mein Bein hoch legen und kühlen. Als ich die Klink verlasse, scheint das mit dem kühlen schon erledigt. Nicht laufen wird da schon schwieriger. Also, versuche ich an der Bushaltestelle herauszufinden, wie ich am besten nach Hause komme. Ohne S-Bahn, denn die ist zuweit weg. Das wird mich nochmal fast ne Stunde kosten. Im Bus erntet jeder der gegen mich stößt einen Blick der töten könnte. Auf dem Weg nach Hause hole ich mir ein Pizza (Frühstück, Mittagessen und Abendessen in einem um 19:45) und als ich im 5.Stock angekommen bin, beschließe ich den Tag aus dem Kalender zu streichen.

22.10.07 19:43
 


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